Sonntag, 13. September 2015

Rezension Isabelle Wallat - The Promise - Klang der Vergangenheit

Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
Seitenzeihl: 338 Seiten
Genre: Fantasy für Jugendliche
Fazit: Kleine Schwächen die sich im laufe der Zeit aber geben.

Madison Perry, von allen nur Maddy genannt, hatte es noch nie leicht. Seit ihrer Geburt hat sie die Gabe, durch ihre Handflächen die Vorgeschichte eines Gegenstands zu sehen. Berührt sie einen Tisch, so sieht sie, wie er hergestellt wurde. Wie das Holz gehackt und aufbereitet wurde. Mit Hilfe von Handschuhen versucht sie jedoch meist, diese besondere Begabung zu unterdrücken.
Die große Sonnenfinsternis bringt zu allem Übel auch noch die Visionen wieder zurück, die sie schon einmal als Kind gesehen hat. Immer wieder suchen sie die Bilder der Vergangenheit heim und lassen sie nicht los. Als ihre beste Freundin Sam vorschlägt, einen Psychologen aufzusuchen, zweifelt Maddy an ihrem Verstand. Sie beschließt, sich auf die Suche nach der Vergangenheit zu machen, um die Wahrheit in Erfahrung zu bringen. Denn sie ist sich sicher, dass sie jemandem ein Versprechen gegeben hat, dass sie einhalten muss.
Ihre Wurzeln scheinen jedoch verwachsener zu sein, als Maddy zuerst dachte. Als sie auf ihrer Reise dann auch noch Darvin begegnet, gerät Maddy plötzlich zwischen die Fronten und muss sich entscheiden: Gut oder Böse?

The Promise Band 1 beginnt sofort spannend. Auf 338 Seiten erzählt Isabelle Wallat die Geschichte von Maddy. Man springt sofort in die Handlung und erlebt eine von Madisons Visionen mit.
Ich hab gut in das Buch hineingefunden, auch wenn mir Maddy am Anfang etwas unsympathisch war, was aber daran lag, dass sie sehr farblos beschrieben war. Das änderte sich mit der Zeit jedoch. Isabelle Wallats Schreibstil ist zwar locker, jedoch auch manchmal etwas holprig, aber auch das ändert sich je weiter man im Buch fortschreitet.
Die Geschichte um Maddy, ihre Vergangenheit, die Dämonen und ihre Reise sind wirklich super ausgedacht und auch wirklich toll beschrieben. Zusammen mit Maddy deckt man ihre Vergangenheit und ihre Geheimnisse auf. Die Geschichte wird immer wieder durch Visionen unterbrochen, die detailreich beschrieben sind. Für mich wirklich ein Highlight.
Maddy war für mich anfangs sehr anstrengend. Irgendwie wirkte sie steif auf mich. Nicht richtig anwesend. Außer in ihren Visionen. Durch sie bekommt sie etwas Farbe, ihr Charakter wird dadurch etwas abgerundet. Ihre beste Freundin Sam hingegen strotzt nur so vor Leben und schafft somit den Ausgleich. Auf ihrer Reise begegnen Maddy und Sam vielen Menschen, die eine wichtige Rolle spielen. So auch Darvin. Er ist der mysteriöse, was der ganzen Sache die Spannung gibt. Seine Gefühlswelt ist gut beschrieben und ich konnte mich in ihn besser hineinversetzen als in Maddy.
In der Mitte der Geschichte wurde es etwas langatmig, ich hab da die Spannung etwas vermisst. Es wirkte etwas wie aneinandergereihte Ereignisse. Was wirklich schade war, da die Geschichte an sich eine tolle Idee ist. Gegen Ende nahm die Geschichte aber wieder Tempo auf und entwickelte sich sehr rasant. Es wurde wieder spannend und ich fieberte endlich mit Maddy mit. Ich musste unbedingt wissen, wie es weitergeht und was des Rätsels Lösung ist. Die Charaktere, der Schreibstil und die Geschichte gewannen zum Ende hin noch einmal an Stärke und Isabelle Wallat zeigt, was sie wirklich kann. Das Ende ist mein absolutes Highlight, spannend, unerwartet und erfrischend.


Fazit: Klang der Vergangenheit weist zu Beginn einige Schwächen auf und auch Maddy konnte mich zuerst nicht überzeugen. Doch es lohnt sich dranzubleiben und sich von Isabell Wallat überraschen zu lassen. Das Ende hat es für mich dann noch mal richtig rausgerissen und nun muss ich unbedingt wissen, wie es weiter geht. 

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