Samstag, 8. August 2015

Rezension: FreakOut - Eine Wahnsinnsgeschichte von Barbara Imgrund



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Autor/in: Barbara Imgrund
Seitenzeihl: 240 Seiten
Genre: Schicksalsschlag, Liebesgeschichte
Erscheinungstermin: 08. April 2015
Fazit: Gute Geschichte, gute Charaktere, spannende Handlung



Vera verbringt zwei Wochen in Sankt Georg, einer Psychiatrie. Als Journalistin, soll sie einen Bericht über das Leben in der Nervenheilanstalt schreiben. Widerwillig, das genau sie, diesen Job übernehmen muss, beginnt sie zu recherchieren. Nach ersten Interviews will sie nur noch eins: sofort wieder raus. Doch auch ihren Arbeitsplatz will sie nicht verlieren, also bleibt sie und fügt sich in das Leben der Psychiatrie ein. Mehr und mehr wird Vera klar, dass nicht alles so ist wie es scheint. Sie lernt nicht nur die Bewohner immer besser kennen, sondern lässt sich auch ihre Geschichten erzählen. Besonders Ylvi wird zu einer guten Freundin. Doch irgendetwas stimmt nicht. Irgendetwas scheint nicht zusammen zu passen. Und was soll der rote Drache der sein Unwesen im Haus treibt? Kann Vera ihre Freunde retten? Kann sie sich selbst retten?


Der Roman von Barbara Imgrund ist nichts für schwache Nerven.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und gut zu lesen, ich fand mich sofort in der Handlung wieder. Sie lies mich nicht mehr los und ich musste immer weiter lesen.
Die Geschichte ist wirklich gut geschildert und durchdacht. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, dass alles genau so stattgefunden haben könnte. Die Spannung baut sich zuerst langsam auf, findet dann kurz vor Ende ihren Höhepunkt und kommt gut zum Ausklang. Den Epilog fand ich sehr passend und war wirklich froh, noch mal ein „abschließendes“ Kapitel zu haben, in dem ich auf den Boden der Tatsachen zurückfinden konnte. Die Spannung hielt sich zwar das komplette Buch hindurch, dennoch war es mir an einigen Stellen etwas zu langatmig.
Die Hintergrundgeschichten der einzelnen Personen waren toll geschildert und detailreich beschrieben. Jeder hat seine eigene Geschichte die er Vera auch erzählt.
Es wird nicht nur aus Veras Sicht sondern aus verschiedenen Sichten in der dritten Person erzählt, das gefiel mir sehr gut, weil ich so einen besseren Einblick in das Leben und die Gefühlswelt mehrer Charaktere bekam. Es war wirklich spannend in den ein oder anderen Kopf direkt blicken zu können, vor allem Lilith hat mir sehr gut gefallen.
Die Autorin schafft es die Krankheiten der Patienten sehr gut und auch für einen Laien verständlich zu erklären, das war wirklich einmalig und sehr besonders.
Aber auch Vera ist ein sehr angenehmer Charakter und der Leser erfährt nach und nach immer mehr über ihre eigene Geschichte, die auch eine große Rolle spielt. Ich tappte lange im Dunkeln wie alles zusammenhängt und war wirklich überrascht, als die Autorin den Konflikt auflöste.
Jedoch muss ich auch sagen, dass es für mich insgesamt kein Psychothriller oder Thriller war. Das heißt nicht, dass das Buch schlecht war, für mich passt es nur einfach nicht in das Genre. Es war eher eine Erzählung als ein Thriller. Ich hab mit mehr Action, Blut oder auch einfach Druck auf die Personen gerechnet…

Fazit: Ein mitreisender Roman, der die Psyche des Menschen sehr gut beleuchtet. Die Charaktere sind toll beschrieben und runden die gut durchdachte Geschichte ab. An einigen stellen fehlte mir jedoch etwas die Dynamik. Alles in allem ein guter Roman, der nicht nur durch den tollen Schreibstil der Autorin glänzen kann.

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