Samstag, 20. Juni 2015

Rezension "Nah bei mir" von Tanja Bern

Quelle: Arunya-Verlag
Titel: Nah bei mir
Autor/in: Tanja Bern
Verlag: Arunya-Verlag
Seitenzeihl: 318 Seiten
Genre: Historische Romantik
Erscheinungstermin: 20.Dezember 2014
Fazit: Lest es, LEST ES! Ein unglaublich gefühlvolles Wunderwerk.


Seit sie denken kann träumt Katelyn von einem Mann, der auf sie zu warten scheint. Ihre Träume häufen sich und sie fühlt sich immer mehr verbunden mit diesem Wesen. Ihre Omascheint zu ahnen was in ihrer Enkelin vorgeht und zeigt ihr deswegen ein 250 Jahre altes Tagebuch und ein Medaillon auf dem der wartende Mann zu erkennen ist. Katelyn beginnt das Tagebuch auf Anraten ihrer Oma zu lesen und taucht immer tiefer in die Vergangenheit und die Geschichte von John McKay ein. 
John McKay ist der Sohn eines Adligen, verheiratet mit einer wunderbaren Frau und lebt mit diesen, seiner Schwester und den Angestellten auf einem Landgut. Trotzdem all der Annehmlichkeiten die er genießt hat er das Gefühl, dass etwas mit ihm nicht stimmt, deswegen reitet er oft aus um seinen Kopf freizukriegen. Eines Tages entdeckt er auf dem Land seines Vaters Zigeuner und will sie vertreiben. Doch als er dem Fahrenden Jake O´Malley begegnet ändert sich alles. Er hat endlich das Gefühl richtig zu sein. Die beiden nähern sich an, immer mit der Gefahr im Nacken entdeckt zu werden. Doch sie können nicht anders, sie müssen einfach zusammen sein. Bis ihnen das zum Verhängnis wird...

Ich hab "Nah bei mir" bei der Blogtour zum Buch gewonnen, wollte es aber vorher schon unbedingt lesen, weil mich der Klappentext einfach total neugierig gemacht hat. Dies war mein erstes Buch von Tanja Bern, aber sicher nicht mein letztes. Dieses Buch ist einfach unglaublich. Ich hab es in einer Nacht durchgelesen, weil ich es nicht aus der Hand legen konnte. 
Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und ich kam sofort in die Geschichte hinein. Es wird sowohl aus der Ich-Perspektive als auch aus der dritten Person erzählt, so konnte ich gut unterscheiden wer gerade "spricht". 
Die Geschichte ist einfach wundervoll. Ich weiß nicht genau wie Tanja Bern das macht, aber sie schafft es so unglaublich viel Gefühl in ihre Worte zu legen, dass ich das ein oder andere mal eine Gänsehaut hatte. Am Ende hatte ich Tränen in den Augen und konnte einfach nicht glauben was da passiert, es war unglaublich wie sehr mich das Buch gefangen genommen hat, so etwas passiert mir eigentlich selten. 
Die Charaktere sind toll, jeder für sich. Katelyn hat es nicht einfach, versucht sich aber auf ihr Schicksal einzulassen und zu verstehen was mit ihr passiert. Sie war mir sofort sympathisch. Auch ihre Großmutter ist ein toller Charakter,, von dem man allerdings nicht so viel erfahrt, was ich schade, aber zum Verlauf der Geschichte passend finde. 
John *_* Hach. John schreibt seine Geschichte in den Tagebüchern auf und man bekommt alles aus der Ich-Perspektive von ihm erzählt. Für mich war er der wirklich angenehmste Charakter. Er ist so unglaublich wunderbar. Hat viele Ängste und weiß mit seinen Gefühlen nicht umzugehen, hört aber dennoch immer, wirklich IMMER auf sein Herz. Ich glaube genau das sit es, was ihn so besonders macht. 
Mit Jake wurde ein sehr interessanter Charakter geschaffen. Er gehört zum fahrenden Volk und reist mit seiner Familie durch England. Er hat mich wirklich überrascht und nicht nur einmal hat mich seine Lebensgeschichte sehr berührt. 
Die Geschichte hinter der Geschichte war unerwartet und bombastisch. Irgendwie hätte ich alles so nicht erwartet. Vielleicht lag das auch daran, dass ich soooo sehr in Johns Gefühlen gefangen war? Ich weiß es nicht, ich kann euch nur sagen, dass das ein unglaubliches Buch ist, dass ich nur empfehlen kann.

Fazit: Tanja Bern erzählt in "Nah bei mir" die Geschichte von John und Jake, deren Liebe unter keinem ungünstigeren Stern stehen könnte. Durch ihre sehr authentischen und gefühlvollen Charaktere und die wirklich spannende Handlung konnte sie mich voll und ganz überzeugen und ich kann euch dieses Buch nur wärmstens ans Herz legen. 

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