Montag, 16. Februar 2015

Markus Ridder - "Die Rückkehr des Sandmanns"

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  (Quelle: http://markusridder.com/wp-content/uploads/2014/09/Sandmann_klein-188x300.jpg)
 



In Markus Ridder`s Thriller „Die Rückkehr des Sandmanns“ geht es, wie er es selbst bezeichnet „um die Schattenwelt der Träume und den ganzen fantastischen Kosmos, in den die meisten von uns Nacht für Nacht eintauchen.“ (Markus Ridder, Vorwort in Die Rückkehr des Sandmanns) Die Protagonistin Sybs führt vordergründig ein ganz normales Leben mit Freund und Kater in München. Doch immer wieder träumt sie von zwei fremden Frauen, die sich an für sie unbekannten Orten befinden. Sybs lernt irgendwann damit zu leben. Als die Träume immer öfters kommen und düsterer werden, steht sie vor schwierigen Entscheidungen. Wie kann sie ihren Traumbegleiterinnen helfen? Muss sie das überhaupt? Nachdem ihr niemand bereit ist zu glauben zweifelt sie sogar selbst an sich. Sind ihre Träume überhaupt real? Ein spannender Hilfeversuch beginnt. Wird Sybs die Frauen und sich selbst retten können, oder hat sie doch Wirklichkeit und Traum verwechselt?

Markus Ridder warnt bereits im Vorwort, dass sein Thriller „an die Grenzen dessen geht, was wir gemeinhin als realistisch erachten. […] diese aber nicht überschreiten.“ (Markus Ridder, Vorwort in Die Rückkehr des Sandmanns) Ich finde das ist ihm wirklich gut gelungen. Er bestreitet den schmalen Grad zwischen Realität und Fiktion sehr souverän, lediglich an ein oder zwei Stellen dachte ich kurz: Nein, des kann jetzt echt nicht sein. Ich kam aber nicht wirklich zum weiteren nachdenken, da ich von dem weiteren Verlauf gefesselt war und wissen wollte was als nächstes passiert.
Dem Autor ist es gelungen durch seinen Schreibstil den Leser zu fesseln und zum weiter lesen anzuhalten. Das Buch lässt sich wirklich flüssig lesen. Immer wieder bringt Markus Ridder einen dazu mit Sybs mitzufiebern und dabei zum Überlegen was man selbst in dieser Situation tun würde. Durch den Wechsel der Erzählperspektive lernt man nach und nach auch andere Personen wie z.B. Sybs Freund Mario oder ihren Bruder Boris kennen. Leider lernte ich sie nicht zu lieben, aber ich geh davon aus, dass dies nicht gewollt war. Durch die verschiedenen Perspektiven ist es Markus Ridder gelungen, die Spannung aufrecht zu erhalten. Im Geschehen gab es für mich nicht vorhersehbare Ereignisse bzw Wendungen die ebenfalls für Spannung sorgten.
Markus Ridder ist es gelungen den Alltag der Protagonistin sehr anschaulich und realistisch zu schildern. So gibt es z.B. eine Szene beim gemeinsamen Abendessen zwischen Sybs, Mario und einem Freund, bei der ich die ganze Zeit leicht grinsen musste und dachte ja genau wie im wahren Leben.

Fazit: „ Die Rückkehr des Sandmanns“ ist ein Buch, das ich jeder Zeit wieder lesen würde. Ich kann es wirklich nur empfehlen, solange man nicht zu sehr Kopflastig und auch mal bereit ist, sich auf was Neues einzulassen. Auch wenn dieses Buch anders war als jeder Thriller den ich bisher gelesen hab, werde ich auch weiterhin Bücher von Markus Ridder lesen.
 

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