Sonntag, 31. August 2014

Immer wieder Sonntags: Sommernachtstraum


(Copyright: Die Schwestern Grimm)


Er nahm meine Hand und zog mich hinter sich her.
"Was ist los?", fragte ich ganz leise.
"Scheiße, Mia, wir müssen hier weg. Wir können nicht noch länger warten, ansonsten bringen sie uns um."
Ich sah mich um. Er hatte recht, der Teil der Straße auf dem ich gerade noch gestanden hatte, war verschwunden im Sog der Dunkelheit. Verdammt wo war Damien? Die Leine hing noch in meiner Hand, doch er samt des Halsbandes waren weg. Abrupt blieb ich stehen. Ich konnte hier nicht weg. Nicht ohne meinen Hund. Niemals.
Der Fremde drehte sich um und schaute mich entgeistert an.
"Bist du verrückt? Wir müssen hier weg."
"Ich kann nicht."
"Was heißt hier du kannst nicht? Willst du sterben? Ich jedenfalls nicht."
"Ich kann nicht ohne Damien gehn." Ohne eine weitere Diskussion einzugehen drehte ich mich um und rannte zurück.
"Ich komme mit dir." Der Fremde war urplötzlich wieder neben mir, wir rannten Seite an Seite und schrien nach Damien.
Der Rauch wurde immer dichter und meine Lungen krampften sich zusammen. Die Luft wurde knapper und meine Sicht war getrübt. Lange würden wir das nicht mehr aushalten. Wir mussten ihn so schnell wie möglich finden.
"Da vorne bewegt sich was." Hörte ich ihn noch sagen, bevor er verschwand. Kurze Zeit später kam er wieder, Damien auf dem Arm. Tränen rannen mir die Wangen hinunter und ich rannte auf die Beiden zu. Damien leckte mir über die Hand und ich sah, dass sein Bein verletzt war.
"Und jetzt nimm die Füße in die Hand, wir müssen hier weg." Doch bevor er ein weiteres Wort sagen konnte, zog ich seinen Kopf ganz dich an meinen und drückte meine Lippen auf seine.
"Du hast alles gerettet, was mir etwas bedeutet, dass werde ich nie vergessen."
Pufffff und dann wachte ich auf, in dem Wissen etwas zu vermissen, dass ich noch nicht mal kannte.

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