Mittwoch, 5. März 2014

Zauber der Vergangenheit von Jana Goldbach

Heute gibt es mal keine Rezension von uns sondern von unserer lieben Freundin Rotkäppchen, die sich auch mal daran versuchen wollte. Also falls dir das Bücher schreiben mal zu langweilig wird, kannst du dich gerne bei uns melden. Wir Märchenliebhaber müssen zusammenhalten ;) Vielen Dank für deine tolle Rezension <3


(Copyright: CarlsenImpress)


Die eigentlich ganz normale 17jährige Violet Harrison hat eine total verrückte Tante namens Clara, die sie auf Grund ihrer Eigenarten immer Tante Batty nennt. Und ausgerechnet von der wird ihre Familie zu einem Kostümfest nach Oxford eingeladen. Violet fährt nur ungern dorthin und als sie sieht, dass ihre schrullige Tante sie ausgerechnet in ein rosafarbenes Ballkleid, welches eher an ein Bonbon erinnert, stecken will, verschanzt sie sich lieber in ihrem Zimmer des großen Herrenhauses, das einst ihrem Großvater und nun ihrer Tante Clara gehört. Doch der Hunger treibt sie hinaus zum Kostümfest – auch wenn Tante Batty nicht gerade für ihre Koch- und Backkünste bekannt ist – wo sie einem alten Jugendfreund begegnet. Andrew, oder „Drew“, ist ihr auf Anhieb wieder sympathisch. Doch als Tante Batty auf die Beiden zusteuert, nimmt Violet reißaus und landet in dem alten Schuppen ihres Großvaters. In einer Schatulle findet sie zwei Ringe, wovon einer zu leuchten beginnt und ihren Namen anzeigt. Violet probiert ihn an und als sie aus dem Schuppen kommt, … ist um sie herum plötzlich 1707 und man schleppt sie zum jungen Herzog von Colesbury, dessen Bild sie eben noch im Schuppen in der Hand gehalten hat.
Doch sie ist zum Glück nicht alleine. Drew ist ihr nämlich gefolgt. 


 
Als ich das Buch „Zauber der Vergangenheit“ von Jana Goldbach in der Vorankündigung des Impress Verlags gesehen habe, wusste ich sofort: DAS muss ich lesen. Als Fan der Edelstein-Trilogie von Kerstin Gier ist ein Jugendbuch-Zeitreiseroman für mich natürlich Pflichtprogramm. Das wunderschöne Cover mit dem lilafarbenen Traumkleid hat dann das übrige getan. Hach, ich war schon immer ein Fan von alten Kleidern. Nicht nur deswegen, bin ich den Schwestern Grimm sehr dankbar, dass ich das Buch für sie lesen und rezensieren durfte.

Die Geschichte wird aus der Sicht von Violet erzählt, welche mir sehr schnell ans Herz gewachsen ist. Mit ihrem Mut und ihrem Wortwitz, der immer wieder durchscheint, hat sie mich schnell für sich gewonnen. Auch Drew und der Herzog, der mit Vornamen Anthony heißt, sind beides sympathische Jungs, wobei mein Herz von Anfang an für Anthony schlug. Vielleicht gerade deswegen, hat mich die Dreiecksgeschichte ein wenig gestört. Das liegt aber daran, dass ich allgemein kein Fan von solchen Konstellationen bin. Ich verliebe mich im Buch gerne mit der Protagonistin in einen Kerl und bin nur ungern hin- und hergerissen. Drew mit den gold-braunen Augen … oder doch lieber der schwarzhaarige Anthony? Hier hat mich die Dreiecksgeschichte aber zum Glück nicht großartig gestört, denn die Geschichte geht hauptsächlich darum wieder zurück ins Jetzt und Hier zu finden. Was mir aufgefallen ist, sind die wirklich toll recherchierten Details der Zeit. Mir wäre zum Beispiel nicht in den Sinn gekommen, dass die Leute 1707 es nicht so toll finden, wenn man seine Füße im Brunnen kühlt. Aber wie der Anthony Violet so schön aufklärt: Sie wollen mit dem Wasser noch kochen. Man hat wirklich das Gefühl in der Vergangenheit zu sein, mit all den Hindernissen, die so eine Zeitreise mit sich bringt: Schlafplätze, Geld, Kleidung. Und dann scheinen auch noch beide Jungs ihre Geheimnisse mit sich herum zu tragen, die Violet das Leben in der Vergangenheit nicht gerade einfach machen. Als ob nicht die Attentäter, die plötzlich überall auf sie lauern, reichen würden.
Ich muss sagen, dass ich mich in dem Buch durchweg gut unterhalten gefühlt habe. Es gab keine langatmigen Stellen und die Autorin hat immer das richtige Maß aus Spannung und Liebe gefunden. Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und ließ bei mir das Kopfkino immer laufen. Einzig die Fehler haben mich hin und wieder heraus gerissen. So war z.B. einmal statt „Violet, ich …“ zu lesen: „IVioletch …“ Mal eben den Namen zwischen das Ich geklemmt. Ein paar Mal waren auch Wörter zusammenhängend geschrieben, die eindeutig auseinander gehörten. Das ist wirklich schade, aber dafür kann die Geschichte nichts.
Das Ende lässt einem zunächst das Herz etwas bluten, aber … ach, lest es am besten selbst.

Fazit: 5 von 5 rote Käppchen
Ein spannendes Jugendbuch mit einer schönen Story, die immer wieder mit neuen Wendungen überrascht. Die Dreiecksgeschichte war jetzt nicht so mein Fall, aber zum Glück kristallisiert sich doch recht zügig ein Favorit bei der Protagonistin heraus, weshalb ich dieser tollen Geschichte wirklich keinen Punkteabzug geben möchte. Nicht nur etwas für Fans von Gwen und Gideon! Ganz klare Leseempfehlung.




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Euer Rotkäppchen 

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