Montag, 25. November 2013

Sternenstaub von Kim Winter - Abschluss der Trilogie




Mia und Iason kehren zurück! Ihre Verbindungsfeier steht kurz bevor und beide sind sehr aufgeregt, zumal Mia endlich ihren Vater wiedergefunden hat, doch dieser erweist sich abermals als herbe Enttäuschung. Denn eigentlich sollte er Mia wie eine Braut zu ihrem Iason führen, doch David hat mit seinem Widerstand besseres zu tun und taucht gar nicht erst auf. Und als wäre das nicht schon genug, erscheint auch noch die Stimme auf der Bildfläche und verwandelt die eigentlich romantische Feier in eine einzige Katastrophe. Lena wird dabei schwer verletzt und die beiden Liebenden begreifen, dass es so nicht weiter gehen kann. Iason verlässt die Erde um auf Loduun für seine Liebe und gegen Lokondra zu kämpfen, denn Mia ist nicht nur sein Sinn sondern auch Lokondras.

Doch auch auf der Erde geht es drunter und drüber, denn nicht nur Mias Sehnsucht nach Iason steigert sich ins unermessliche sondern auch der politische Druck wird immer größer und die Regierung trifft daraufhin eine folgenschwere Entscheidung. Mia muss schnellstmöglich Handel, sonst sieht sie ihren Freund und viele Menschen die sie lieben gelernt hat vielleicht nie wieder. Schnell ist die Entscheidung getroffen und eine Reise ins ungewisse beginnt. Doch wird Mia der Macht Lokondras und dessen Sinn widerstehen können? Und wird sie Iason überhaupt wiederfinden?

Nun ist es soweit, der letzte Band der Sternentrilogie reiht sich ein. Ich hab das Buch mit einem lachenden und einem weinenden Auge angefangen. (War bei mir auch so. Es war schade in das Buch einzusteigen mit dem Wissen, dass es der letzte Band ist, aber ich konnte es auch kaum erwarten weiterzulesen.) Zum einen freute ich mich wahnsinnig Mia und Iason wieder zu haben, doch andererseits wusste ich natürlich, dass es ihr letztes Abenteuer sein wird. Kim Winters Schreibstil war wie immer flüssig und locker flockig. Ich habe ihn wirklich genossen, da es so einfach war wieder in das Buch zu finden, auch wenn die Namen am Anfang verwirrend waren, da ich nicht mehr genau wusste welcher Wächter welcher war, doch das änderte sich nach einigen Zeilen schnell wieder. (Für mich war der Schreibstil auch sehr gut. So ehrlich und authentisch.)
Der letzte Teil beginnt genau so wie er endet, mit Ereignissen, bei denen man das Atmen vergisst, weil man Angst vor jedem weiteren Wort hat.
Die Charaktere sind mir schon in den ersten Teilen ans Herz gewachsen und hatte ich im ersten Teil auch noch etwas Schwierigkeiten mit Mia, so war sie mir in diesem sofort bekannt. Ihre Handlungen waren klar nachvollziehbar und auch wenn sie immer noch so übereilt reagiert, kenne ich sie nun doch etwas besser und kann ihre Handlungen verstehen.  Auch ihre Tollpatschigkeit und ihr Humor kommen nicht zu kurz, auch wenn ich mir dennoch etwas mehr Lockerheit gewünscht hätte, was aber bei diesem brisanten Thema durchaus schwer zu realisieren ist. Aber auch alle anderen Charaktere die man aus Sternenschimmer und Sternensturm schon kennt, bekommen ihren eigenen Platz im Buch und machen es nur noch schwerer, dass Ende der Trilogie zu akzeptieren. (Mia…ja sie ist schon einmalig. Mit ihrem Humor, ihrer sympathischen Art und und ihrer Schnodderigkeit – jaja, ich weiß, das Wort gibt’s auch nicht – konnte ich sie gar nicht nicht in mein Herz schließen. Und gerade ihre überbordende Art hat mich immer weiter lesen lassen. Sie bringt Aktion in die Geschichte.) Vor allem die Nebencharaktere, wie Mias Freunde oder die Loduunischen Kinder sind auch in diesem Band wieder hervorragend skizziert und runden das ganze Geschehen zu einem Buch ab, bei dem man einfach eintauchen und mitfiebern muss. (DIE KINDER!!! - <3)
Jedoch muss ich leider gestehen, dass mir die Handlung vor allem in der Mitte etwas zähflüssig und eintönig wurde. Loduun steht klar im Vorschein, was ich auch nicht falsch finde, doch die Zweisamkeit zwischen Iason und Mia oder auch generell die Tiefgründigkeit ging mir etwas verloren. (Das sehe ich absolut anders. Gerade weil Kim Winter die Liebesgeschichte in diesem Teil des Buches etwas hintenan gestellt hat, hat sie mich schlussendlich hundertprozentig überzeugt. Denn in dieser Phase der Geschichte wäre eine zu ausführliche Zärtlichkeit zwischen Mia und Iason einfach nur störend gewesen. Es geht ja dann um Wichtigeres.) Ich fand die Beschreibungen des bunten, aber kalten Planeten durchaus gelungen und konnte mir alles gut vorstellen, jedoch muss ich sagen, dass sie mir einfach zu detailliert und malerisch waren. Meine eigenen Vorstellungskraft war stark eingeschränkt durch die sehr genauen Beschreibungen, aber ich denken, das ist Geschmackssache, wie uns Rose gleich beweisen wird ;). (Korrekt! Ich finde es wichtig und gut, wenn Autoren sich viele Gedanken um Details und Ausschmückungen machen. Diese kleinen Beschreibungen machen für mich ein Buch rund und erleuchten mir den Weg durch das Buch. Denn es soll der Vermittlung der Geschichte des Autors dienen. Er stellt die Kulissen, wir sind nur Zuschauer. Und das ist gut so. Dadurch erschließen sich ganz neue Perspektiven, auf die man selbst vielleicht nicht gekommen wäre.) Außerdem musste ich mich eine Zeit lang richtig durch die Seiten kämpfen, da ich das Gefühl hatte alles würde in die Länge gezogen werden.
Gegen Ende jedoch änderte sich das wieder und es wurde nochmal richtig spannend und vor allem unvorhergesehen. Das hat mir richtig gut gefallen und wirklich überrascht.
(JA! Das Ende war echt unerwartet. Aber wenn Kim Winter auf der Frankfurter Buchmesse nicht noch weiter beschrieben hätte, wir die Zukunft von Mia und Iason aussehen soll, hätte es einen guten Abzug gegeben.)

Alles in allem ein gelungener Abschluss der Trilogie, der für mich jedoch einige Schwachstellen aufwies, aber trotzdem mit Kim Winters flüssigem Schreibstil und wunderbaren Charakteren glänzen konnte. 3 ½ von fünf Wundervollgen schimmernden Schneeflocken! Wer es noch nicht gelesen hat sollte das unbedingt nachholen.

Fabulöser Abschluss! Von mir bekommt Sternenstaub – die weitere Ausführung von Frau Winter mal außen vor gelassen – 4 von 5 Rosen. Es ist ein Buch, das alles hat und alles gibt, was ein gutes Jugendbuch haben und geben sollte. Dafür meine Hochachtung. 



Eure Schnee und Eure Rose

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