Sonntag, 8. September 2013

Sonntagsschmankerl inklusive Buchtipp (ob ihr ihn nun wollt oder nicht) :D

Heute poste ich mal für Rosenrot, da sie ja NOCH IMMER ihren Urlaub in Italien genießt... JA, ich bin neidisch! :D Viel Spaß!

(Copyright:Iris Blessing)


Durch das grüne Dickicht windet sich der murmelnde Jäger. Aus allen dunklen Ecken und von den hohen Baumkronen lugen die Köpfe verschiedenster exotischer Tierarten und locken den Richter von Flora und Fauna mit ihren außergewöhnlichen Gefiedern und Fellen.
„Tu ich's nicht, tut's ein andrer. Also warum keinen Nutzen draus ziehen?“ dachte sich der Jäger jedes Mal, wenn er ein Ziel anvisierte.
Der Himmel wurde von grauen Wolken verschleiert und er spürte wie seine Stiefel bei jedem Schritt etwas tiefer im Schlamm versanken.
Doch das vergaß er sofort, als er aus dem Augenwinkel etwas rosafarbenes erspähte. Jeder Muskel angespannt, alle Erschöpfung der vergangenen Stunden ausgelöscht, durch das alles beherrschende rauschende Adrenalin in seinen Adern.
Dafür lebte er, dafür vergaß er alles, was ihm zum Menschen machte.
Fast lautlos versteckte er sich hinter einem großen Farn und wartete.
Auf eine günstige Gelegenheit, den perfekten Augenblick, der die Jagt ausmachte.
Sein Ziel bewegte sich langsam, jedoch immer noch gut geschützt durch die Gruppe. Schweiß tropfte von seiner Stirn auf den feuchten Boden, während sein Atem ruhig und gleichmäßig blieb.
Isolation war der Schlüssel einer guten Jagt. Das betraf sowohl den Jäger als auch die Beute.
Und so setzte er auf jenes alt bewehrte Mittel.
Als eben Genannter die Gruppe aufscheuchte und sein Ziel, durch dessen Behinderung, den Anschluss an seine Gleichgesinnten verlor, sah der Jäger seinen Moment gekommen zum Angriff überzugehen.
Sein rechtes Auge presste er auf das Visier der Waffe, tief atmete er aus, fand einen festen Stand und... schoss.
Mitten ins Herz traf seine Absicht.
Trotz des sensiblen Gespürs seines Opfers.
Angesichts des ohrenbetäubenden Knalls des „Kampfgeräts“ scheuchte er die verbliebenen Tiere auf und als diese verängstigen Geschöpfe in einem Pulk davonstoben, angetrieben durch den eigenen Instinkt zu überleben, und anschließend in den Himmel aufstiegen, verspürte der Jäger so etwas wie Ehrfurcht.
Der Anblick der erhabenen Vögel vor dem Hintergrund des unendlichen Horizonts machte ihn demütig.
Er begann sich zu fragen, nachdem sein Jagtinstinkt befriedigt war, ob es richtig war zu töten. Ein Geschöpf, das ihm nichts getan hatte und nichts von ihm wollte. Noch eine Weile grübelte er.

Einige Wochen später.
Das Kribbeln kam wieder. Er wollte erneut das erleben, wofür er lebte.
Eine Sekunde zögerte seine Hand und dann griff er erneut zur Waffe.
Immerhin tut's ein andrer, wenn ers's nicht tut. Also warum keinen Nutzen daraus ziehen?

Eure Rosenrot!



(Copyright:Markus Lieske)


Und ich(Schneeweißchen) will diesen Post heute auch nutzen um euch auf ein wunderbares Buch aufmerksam zu machen, dass ich entdeckt habe! "Feuerherz" von unserer Lieblingsautorin Jennifer Wolf erschien vor einigen Tagen. Natürlich haben wir es uns gleich heruntergeladen und sind mehr als nur zufrieden! Rezension folgt! Das perfekte Buch für einen Sonntagabend ;) Schnappt es euch, Preis Leistungsverhältnis mehr als nur perfekt!

Zum Buch

Einen schönen Sonntagabend noch <3
Copyright des Textes: DieSchwesternGrimm

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